Die Legende vom Herzstein der Tiefenwacht

Als Wind, Erde und Morgenlicht zum ersten Mal einander berührten, entstand ein Funken der Weltbalance.
Die Erde nahm ihn auf wie ein Geheimnis,
der Wind schützte ihn wie ein Eid,
und das Licht nährte ihn wie ein Kind.

Aus dieser Dreieinigkeit wurde ein Stein geboren —
weiß, mit goldenen Adern,
pulsierend wie der Atem der Welt.

Der Stein leuchtete nicht,
um Schatten zu verjagen,
sondern um sie zu verstehen.

Denn Licht ohne Schatten ist blind.

Die frühen Völker sagten:

„Der Stein schlägt für das Gleichgewicht
und mahnt uns, dass keiner allein
die Welt trägt.“

Dieser Herzstein wurde zum Wächter
zwischen Tag und Zwielicht,
Hoffnung und Zweifel,
Ordnung und Frevel.

Und dennoch —
wenn das Gleichgewicht bricht,
sucht der Stein selbst jenen Ort,
an dem er gebraucht wird.


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