Unter den Feuerbergen, so sagen die Ältesten, schläft eine Wesenheit, deren Name in keiner Chronik steht.
Sie nennen sie schlicht den Dunklen Dorn.
Kein Drache, kein Dämon, sondern etwas, das vor den Göttern existierte.
Ein Wesen, das nicht geboren wurde, sondern erwachte – und irgendwann wieder erwachen wird.
Die Berge sind seine Knochen.
Die Vulkane sein Atem.
Die Frosthöhen das Eis, das sein Herz umschließt.
Manche glauben, das Gebirge selbst sei nur die äußere Schicht eines gewaltigen Körpers.
Andere, dass der Dorn träumt – und dass diese Träume die Welt beeinflussen.
Erdbeben gelten als seine Bewegungen, Stürme als seine Gedanken.
Es heißt:
Wenn der Dunkle Dorn erwacht, wird sein erster Atemzug das Licht der Welt auslöschen.
Darum meiden die Völker Nar’Morath.
Darum flüstern Reisende seinen Namen nur im Wind.
Denn in diesen schwarzen Dornen schläft etwas, das besser niemals wieder die Augen öffnet.
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